Fördermaßnahmen

Durch gesetzliche Vorgaben ist das im Mittelpunkt unserer Fördermaßnahmen stehende stationäre Hospiz in Buchholz/ Nordheide dauerhaft auf finanzielle Unterstützung angewiesen. 5 % der Kosten muss es selbst aufbringen.

Somit werden alljährlich je nach Belegung der Einrichtung zwischen 120.000 und 140.000 € benötigt.     Aufgrund eigener Spendeneinnahmen des Hospizes werden entsprechend geringere Förderzuschüsse beantragt und bereit gestellt.

Die BÜRGERSTIFTUNG HOSPIZ NORDHEIDE stellt dafür aus den Erträgen des Stiftungsvermögensstocks und aus  Spenden entsprechende Fördermittel zur Verfügung.

Bisher von uns geleistete Förderzuschüsse für Palliativ - und Hospizarbeit

                         2006           93.831,-  €

                         2007         108.000,-  €  

                         2008         120.000,- 

                         2009         120.000,-  €

                         2010           40.000,-  €

                         2011           55.548,-  €

                         2012         147.777.-  €  

                         2013          133.430.- € 

                         2014          100.414.- €

                         2015          129.037.- € 

Die BÜRGERSTIFTUNG HOSPIZ NORDHEIDE und das stationäre Hospiz

Zwölf anheimelnde Zimmer, ein Wintergarten, eine Gemeinschaftsküche, ein Gästezimmer, ein „Raum der Stille“ – so ist das Hospiz Nordheide in Buchholz ausgestattet. Ein Segen für die schwerstkranken Menschen im Landkreis Harburg und weit darüber hinaus. Hinter dem Projekt steht die Bürgerstiftung Hospiz Nordheide, die am 20.11.2003 mit dem Ziel gegründet wurde, das stationäre Hospiz Nordheide zu errichten, die ambulante Hospizarbeit in der Region und die Palliativmedizin im Krankenhaus Winsen zu fördern.

Die Stiftung ist aus einem Initiativkreis hervorgegangen und hat sich mittlerweile zu einer Bürgerstiftung entwickelt, die einen breiten Personenkreis in der Region für die Förderung der Stiftungsarbeit gewonnen hat. Das Hospiz selbst wird durch die gemeinnützige gGmbH Hospiz Nordheide betrieben, die Geschäftsführung obliegt Peter Johannsen, Geschäftsführer des Herbergsvereins, Altenheim und Diakoniestation Tostedt e.V. Mit einer Anschubfinanzierung von 1,2 Millionen Euro wurde das Projekt gestartet und das Hospiz Nordheide konnte im November 2005 eröffnet werden.

Hospiz damals ...

Was ist eigentlich ein Hospiz? Das Wort selbst kommt vom lateinischen Hospitum, was sowohl Gastfreundschaft als auch Herberge bedeutet. Und zunächst bezeichnete ein Hospiz auch einfach ein Gebäude, in dem Gäste aufgenommen wurden. Christliche Mönchsorden bauten Hospize als Rasthäuser für Pilger und Reisende, aber immer häufiger auch als Unterkünfte für arme und kranke Menschen, die Fürsorge und Pflege benötigten. Ein Akt christlicher Nächstenliebe. Schon damals wurden die Hospize mit Spenden finanziert.  

Hospiz heute ... 

Heute steht hinter dem Begriff Hospiz ein umfassendes Konzept zur ganzheitlichen Begleitung sterbender Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Die Sozialarbeiterin und Ärztin Cicely Saunders gründete 1967 in London das St. Christophers Hospiz für krebskranke Menschen, in dem sie ganzheitliche Sterbebegleitung leistete. Sie gilt als Begründerin der modernen Hospizbewegung. Ihr Wirken war von der Einsicht bestimmt, den Schmerz nicht nur von der physischen Seite zu betrachten.

Nach Saunders wirkt Schmerz auch in emotionale, soziale und spirituelle Bereiche hinein, die sie in die Betreuung einbezog. In Deutschland setzte sich die Hospizbewegung erst in den 80er und 90er Jahren durch. Ein Grund für anfängliches Zögern war unter anderem die Sorge, Hospize könnten zur Abschiebung todgeweihter Menschen missbraucht werden. Dem Vorwurf „Sterbestationen“ einrichten zu wollen, stellte und stellt sich die Hospizbewegung vehement entgegen. In der evangelischen Kirche markiert die Hospizkonsultation des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) im Februar 1992 den Durchbruch des Hospizgedankens. Heute sind Hospize in weiten Teilen der Gesellschaft als wertvolle und notwendige Errungenschaft anerkannt. Rund 80% der Hospize haben einen konfessionellen Träger.

Die Fakten: Im Februar 2007 verzeichnet die Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz (BAG) in Deutschland rund 1450 ambulante und 151 stationäre Hospizeinrichtungen sowie 139 Palliativstationen. Eindeutig zu wenig: Auf eine Million Einwohner kommen heute 23 Palliativ- und Hospizbetten, der tatsächliche Bedarf liegt bei mindestens 50 Betten (Berechnung der BAG).

Der Tod. Ein Tabuthema in unserer Gesellschaft.

Rund 80% aller Menschen wünschen sich, zu Hause sterben zu können. Tatsächlich sterben jedoch 80% in Krankenhäusern und Altenheimen. Warum ist das so? Die zentrale Ursache sieht die Hospizbewegung darin, dass der Tod heute immer stärker verdrängt wird. Früher gehörte er (durch die mangelnde medizinische Versorgung) quasi zum Leben dazu. Er traf Menschen jeden Alters, die meistens zu Hause starben, im Schutz der Familie.

Die moderne Medizin hat viele Segnungen mit sich gebracht. Eine Blinddarmentzündung ist heute kein Todesurteil mehr, schwere Krankheiten können geheilt, Schmerzen gelindert werden. Ein Effekt des Fortschritts und der gesellschaftlichen Entwicklung ist aber auch, dass Tod und Sterben aus unserem Alltag und Bewusstsein nahezu verschwunden sind, ebenso wie Sterbe- und Abschiedsrituale, die den Umgang mit dem Verlust erleichtern. In unserer modernen Gesellschaft ist der Tod institutionalisiert, er findet in Krankenhäusern und Pflegeheimen statt. Wir haben vergessen, dass der Tod ein Teil des Lebens ist, und mit der Verdrängung wächst die Angst davor. Folglich können die wenigsten von uns ihre sterbenden Angehörigen unterstützen. Zumal der Prozess des Sterbens selbst nicht leichter geworden ist und sich oftmals lange hinzieht.

Der Tod gehört zum Leben: Das zentrale Anliegen der Hospizbewegung

Die Hospizbewegung begreift das Sterben als einen Teil des Lebens, in dem die Betroffenen Unterstützung, liebevolle Fürsorge und Achtung benötigen. Niemand soll bei diesem schweren Prozess allein gelassen werden. Betroffen sind aber nicht nur die Sterbenden selbst. Der ganzheitliche Ansatz der Hospizbewegung bezieht die Begleitung und Beratung Angehöriger und Freunde mit ein, die sich häufig mit der Sterbebegleitung überfordert fühlen. Auch Hinterbliebene erfahren in ihrer Trauer Hilfe, Verständnis und Unterstützung.  

Der ambulante Hospizdienst  

Ein vorrangiges Ziel der Betreuung durch den Hospizdienst ist es, möglichst vielen Menschen den Wunsch zu erfüllen, die letzte Zeit ihres Lebens zu Hause im Schutz ihrer gewohnten Umgebung zu verbringen. Hier unterstützen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ambulanten Hospizdienstes Sterbende und Angehörige durch Beratung – vor allem aber durch Zeit zum Zuhören und seelsorgerische Begleitung. Nach einer speziellen Vorbereitung / Schulung können sie die Sterbenden qualifiziert begleiten.

Das stationäre Hospiz

Für Schwerstkranke bietet das stationäre Hospiz eine persönliche und liebevolle Begleitung. Der Sterbende, seine Bedürfnisse und Wünsche stehen dabei im Mittelpunkt. Keine vorgegebene Arbeitsroutine strukturiert den Tag. Ob Frühstück um 10 Uhr, essen, was einem schmeckt, nachmittags duschen, rauchen im Bett, das Haustier in der Nähe – was im Krankenhaus nicht möglich ist, wird hier möglich gemacht, ungeachtet bestehender Konventionen.

Die Palliativstation

Eine weitere Säule der Sterbebegleitung ist die Palliativmedizin, die dem Schwerstkranken ein möglichst schmerzfreies Dasein bereiten soll. Pallium ist lateinisch und bedeutet "Mantel" – der Kranke wird mit schmerzhemmenden Mitteln sozusagen "ummantelt". Dies geschieht unter fachärztlicher Aufsicht mit dem Ziel, einen, auch vorübergehenden, Aufenthalt zuhause zu ermöglichen.

Die Begleitung der Begleiter

In der heutigen Hospizbewegung liegt zudem ein besonderer Fokus auf der Unterstützung der Begleiterinnen und Begleiter. Die besondere Ausbildung für den schwierigen Einsatz ist dabei nur ein Aspekt. Die Fach- und Pflegekräfte wie auch die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer erhalten psychologische Unterstützung für ihre Arbeit, die zwar Freude schenken kann, aber dennoch Konfrontation mit Leid und Verzweiflung bedeutet.

Die Voraussetzungen zur Aufnahme

Iin ein Hospiz In das Hospiz werden Menschen aufgenommen, deren Erkrankung progredient verläuft und bereits ein weit fortgeschrittenes Stadium erreicht hat. Menschen, deren Lebenserwartung nur noch wenige Wochen und Monate beträgt und deren Krankheitsbild eine palliativ-medizinische Behandlung notwendig macht und auch erwünscht ist. Des Weiteren bedarf es organisatorischer Schritte um eine Aufnahme in das Hospiz zu erreichen: Krankenkassen geben hierzu Auskunft. Im Einzelfall kann der behandelnde Arzt dem Patienten auf einem Eilantrag die Hospizbedürftigkeit bescheinigen. Diese wird an die Krankenkasse weitergeleitet und nach erfolgter Genehmigung kann bei freien Kapazitäten eine Aufnahme im Hospiz erfolgen.

Die BÜRGERSTIFTUNG HOSPIZ NORDHEIDE

Die Stiftung wurde mit dem Ziel gegründet, die verschiedenen Bereiche der Hospizarbeit zu fördern.

Als vordringliches Ziel wurde der Bau und die Einrichtung sowie die Anschubfinanzierung des stationären Hospizes in Buchholz definiert. Die ambulanten Hospizdienste der Region Nordheide und die Palliativstation im Krankenhaus Winsen sollen unterstützt werden.

Heute wie damals ist die Hospizarbeit auf Spenden Zustiftungen und ehrenamtliches Engagement angewiesen. Die bisher gespendeten Beträge, zusammen mit bewilligten Zuschüssen, den Eigenmitteln der Hospiz Nordheide gGmbH (Betreibergesellschaft) sowie einer ergänzenden Bank-Kredit-Zusage, reichten aus, um die Finanzierung des Um- und Erweiterungsbaus des Hospizes, der Einrichtung und Anschubfinanzierung sicherzustellen.

Es werden aber noch viele weitere Spenden und Zustiftungen benötigt - auch nach der am 7.11.2005 erfolgten Inbetriebnahme des Hospizes. Denn der Gesetzgeber verlangt, dass ein Teil der Aufenthaltskosten für Hospizgäste, derzeit 10 Prozent, vom Hospiz selbst erbracht werden. Sie können den Kostenträgern nicht in Rechnung gestellt werden. Um diese Kosten, zur Zeit -je nach Belegung- jährlich etwa 110.000,- Euro, zu decken, reichen die Erträge aus dem gegenwärtigen Stiftungsvermögen und die Leistungen der Ehrenamtlichen nicht aus.

Die Resonanz aus der Bevölkerung der Region ist allerdings durchweg positiv und eine Reihe von regelmäßigen Spendern zu weiterer Unterstützung bereit. Reaktionen, die den Beteiligten Mut machen, weiterhin mit Engagement ans Werk zu gehen.

BÜRGERSTIFTUNG HOSPIZ NORDHEIDE

Datum der Gründung: 20. November 2003

Träger der Stiftung:

  • Der Landkreis Harburg
  • Die evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Hittfeld und Winsen
  • Die Katholische Kirche, Caritasverband für den Landkreis Harburg e.V.
  • Die Krankenhaus Buchholz und Winsen gGmbH
  • Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Harburg-Land e.V.

Vorstand der Stiftung

  • 1. Vorsitzender Hans Joachim Röhrs (Oberkreisdirektor a.D.) für das Deutsche Rote Kreuz)
  • Stellvertretender Vorsitzender Hans Dittmer (Sparkassendirektor i.R.) für die ev.-luth. Kirchenkreise)
  • Schriftführer Joachim Berckenbrinck (Dipl.Volkswirt) für den Caritasverband e.V.
  • Norbert Böttcher (Krankenhausgeschäftsführer) für den Landkreis Harburg
  • Ruth Zuther (Ehren-Aufsichtsratsvorsitzende) f.d. Krankenhaus Buchholz und Winsen gGmbH
  • (bis Juli 2015)
  • Dr. Karl-Heinz Winterstein (Radiologe) f.d.Krankenhaus Buchholz und Winsen gGmbH (ab Nov.2015)

Förderbereiche:

  1. Erhaltung und Förderung des stationären Hospiz Nordheide in Buchholz
  2. Finanzielle Förderung der ambulanten Hospizdienste in der Region
  3. Finanzielle Unterstützung der Palliativarbeit in der Region

Hospiz Nordheide / Ausstattung:

  • 12 Einzelzimmer mit Duschbad
  • Wintergarten als Aufenthaltsraum und Speisesaal
  • Übernachtungsraum für Angehörige
  • Raum der Stille 
  • Neben- und Wirtschaftsräume

Betrieben wird das Hospiz Nordheide von einer Betreibergesellschaft

Gesellschafter der Hospiz Nordheide gGmbH sind:

  • Herbergsverein, Altenheim und Diakoniestation zu Tostedt e.V.
  • Ev.-luth. Kirchenkreis Hittfeld
  • Ökumenischer Hospizdienst Buchholz e.V.
  • Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Harburg-Land e.V.

Geschäftsführung:

 Herbergsverein, Altenheim und Diakoniestation zu Tostedt e.V.

Peter Johannsen (Geschäftsführer)

Bremer Str. 37 ▪ 21255 Tostedt

Tel.: 04182 / 20090 ▪ Fax: 04182 / 2009150  

Standort:

 Hospiz Nordheide gGmbH

Steinbecker Straße 44

21244 Buchholz

Tel.: 04181/ 13 49 00  

Ansprechpartner BÜRGERSTIFTUNG HOSPIZ NORDHEIDE:

 Hans Dittmer 

Freudenthalstr. 18 e

21255 Tostedt

Tel.: 04182 / 6201

Email:info@buergerstiftung-hospiz-nordheide.de

Spenden/Zustiftungen direkt an die

 BÜRGERSTIFTUNG HOSPIZ NORDHEIDE:

Sparkasse Harburg – Buxtehude

IBAN: DE13 2075 0000 0005 0589 87

BIC: NOLADE21HAM